Schmankerl des Monats: Mai 2007

Die Region brauche die S1 wie einen Bissen Brot, versuchen uns die meisten Lokalpolitiker seit Jahren einzureden. Ausgeblendet werden dabei stets die „Begleiterscheinungen“ einer Autobahn wie Lärm, Luftverschmutzung, Gesundheitsschäden, Wertverlust für alle Hausbesitzer, Sterben der Nahversorgung und der kleinen Betriebe in den Orten, Verschandelung des Landschaftsbildes - um nur einige zu nennen.

Dessen ungeachtet funktioniert die Gehirnwäsche-Maschinerie so lange, bis so manches konkret vorstellbar wird. Wie jetzt die Schlagzeile aus dem Bezirksjournal zeigt: „Geplanter Bau im Kapellerfeld entzweit die Gerasdorfer: Raststätte im Wohngebiet!“, so die Schlagzeile auf Seite eins.

„Eine geplante Autobahn-Raststatioin in Gerasdorf erhitzt die Gemüter: Das Projekt an der S1-Ost umfasst einen riesigen Komplex von Parkplätzen, einem Restaurant mit Hotel sowie einer Tankstelle. Heiße Diskussionen um den Standort laufen bereits.“ (Artikel zum Nachlesen)

Man muss sich das vorstellen: Hunderte Parkplätze für LKWs, PKWs und Reisebusse, 24 Stunden-Betrieb einer großen Tankstelle samt Infrastruktur rundherum, Dauerlärm durch Zu- und Abfahren, Scheinwerferlicht rund um die Uhr. Und das zusätzlich zur ohnehin schon lauten und stinkigen Transitautobahn, die ja am Ort vorbeiführen soll.

Manche meinen: Verlegen der Raststätte bringe die Lösung.

Nein, Lösung ist das keine. Das Florianiprinzip ("Verschon’ unser Haus, zünd’ andre an.") funktioniert nicht. Jedenfalls immer nur für einen.

Der Gerasdorfer Bürgermeister Bernd Vögerle meint gar, die Anrainer seien „vollkommen umsonst in Angst und Panik“, denn die „Raststätte ist zum Wohl aller Bürger“.

Ein kleiner Vorgeschmack, was allen Ortschaften entlang der geplanten Autobahn droht, wenn nicht noch viel mehr BürgerInnen aufstehen und sagen: „Nein, wir wollen keine Transitautobahn!“

Sprechen Sie sich laut und deutlich gegen diese Autobahn aus - per E-Mail, per Brief oder persönlich!
Adressaten für Ihren Protest finden Sie hier