Schmankerl des Monats: Oktober 2005

Einem Artikel am 21. September 2005 im Niederösterreichischen Anzeiger erschienenen Artikel können wir entnehmen, dass sich die ÖVP in Groß Enzersdorf Sorgen um das Ortsbild macht:

„Das kann nicht im Sinne des Ortsbildes sein“, führt ÖVP-Vorstandsmitglied Michael Kohlmann einleitend aus.

Ist hier etwa davon die Rede, dass die Groß Enzersdorfer Stadtpolitiker in Bezug auf den Bau der S1 direkt an Groß Enzersdorf entlang ihre Meinung geändert haben? Haben sie zu guter Letzt auch erkannt, dass eine Autobahn keine Zierde des Ortsbildes ist, sondern dieses zerstört? Haben sie erkannt, dass es im Zuge dieser Autobahn zu weiteren Ortsbild zerstörenden Bauten kommen wird – Lagerhallen, Speditionen, Zubringerstraßen, Autobahnknoten und einen 30 Meter hohen Abluftturm?

Und dann noch ein Satz, der uns hoffen lässt: „(…) Doppelgleisigkeiten im Aufbau von Infrastruktur zu verhindern und dass man mit dem Volksvermögen ökonomisch haushaltet.“

Wurde etwa gar erkannt, dass mit dem Bau einer sündhaft teuren Autobahn Volksvermögen verschwendet wird? Dass es weit billiger wäre, Ortsumfahrungen zu bauen und in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu investieren? Und dass es sich beim Bau der S1 um eine Doppelgleisigkeit handelt, wo nur wenige Kilometer weiter östlich ohnehin schon eine Transitautobahn, die D2, in Nord-Süd-Richtung gibt (*)?

Nein, falsch vermutet.

Es geht um die Sorge der ÖVP, dass noch mehr Handymasten das Ortsbild zerstören würden. Und unser Gesundheitsstadtrat Dr. Peter Cepuder macht sich gar Sorgen, wegen der vielen „gesundheitsschädigenden Telefonate“ mit den Handys. (**)

Wir ersuchen die ÖVP Groß Enzersdorf und insbesondere Dr. Peter Cepuder ganz eindringlich, sich viel mehr Sorgen darum zu machen, was eine Transitautobahn an der Stadtgrenze von Groß Enzersdorf für schwerwiegende Folgen haben wird – für das Ortsbild, für das Landschaftsbild und ganz besonders für die Gesundheit aller hier lebenden Personen.

Deponieren auch Sie Ihre Sorgen um Stadtbild, Landschaft und vor allem Gesundheit direkt bei Stadtrat Dr. Peter Cepuder!

(*) Siehe Karte

(**) Link zum ganzen Artikel